Bündnis 90/Die Grünen

im südlichen Emsland

Energie

Energiewende gemeinsam gestalten

Die Energiewende gelingt nur gemeinsam. Sie bietet die Chance, unabhängiger von fossilen Energieträgern zu werden, das Klima zu schützen und gleichzeitig die regionale Wertschöpfung zu stärken. Deshalb setzen wir auf eine nachhaltige Energieversorgung, die Bürger*innen einbindet und die Potenziale vor Ort nutzt.

Energiewende mit Bürgerbeteiligung stärken

Die Energiewende kann nur erfolgreich sein, wenn Bürger*innen aktiv daran beteiligt werden. Deshalb möchten wir Vereine und Verbände als Partner der Energiewende stärken und Förderprogramme, beispielsweise für Balkonkraftwerke, auflegen.
Wir setzen uns dafür ein, Vereinshäuser mit Photovoltaikanlagen auszustatten und Dachflächen konsequent für die Stromerzeugung zu nutzen. Denn der beste Strom kommt vom Dach.
Darüber hinaus möchten wir den Eigenverbrauch von Solarstrom fördern und Batteriespeicher unterstützen, um das Stromnetz zu entlasten.
Auch für Mieter*innen sollen die Voraussetzungen verbessert werden. Dazu gehören Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge in Mehrfamilienhäusern sowie einfache Lösungen, beispielsweise abschließbare Außensteckdosen mit Wohnungszähler.

Strom intelligent nutzen

Erneuerbare Energien stehen nicht jederzeit in gleicher Menge zur Verfügung. Deshalb möchten wir den Stromverbrauch stärker an die Verfügbarkeit erneuerbarer Energien anpassen.
Wir setzen uns für flexible Stromtarife als Anreiz für ein netzdienliches Verhalten ein und möchten einen Leitfaden entwickeln, der Bürger*innen bei einer intelligenten Stromnutzung unterstützt.

Smart Meter ausbauen

Intelligente Stromzähler schaffen Transparenz über den eigenen Stromverbrauch und bilden die Grundlage für flexible Stromtarife.
Deshalb setzen wir uns für einen beschleunigten Ausbau von Smart Metern ein, damit Bürger*innen ihren Energieverbrauch besser nachvollziehen und steuern können.

Ladeinfrastruktur weiterentwickeln

Eine gut ausgebaute Ladeinfrastruktur ist ein wichtiger Baustein der Mobilitätswende. Deshalb möchten wir die Ladeinfrastruktur weiter ausbauen und als Standortvorteil stärken.
Wir setzen uns für eine transparente und leicht verständliche Preisgestaltung an Ladesäulen ein. Sichtbare Preisanzeigen – ähnlich wie an Tankstellen – sowie einfache Bezahlmöglichkeiten per Karte oder App sollen selbstverständlich sein.
Öffentliche Gebäude sollen mit Batteriespeichern ausgestattet werden, die auch für den Katastrophenschutz genutzt werden können.
Darüber hinaus möchten wir mehr Ladepunkte auf öffentlichen Parkplätzen und in Parkhäusern schaffen sowie Fahrrad-Ladestationen im Ortskern ausbauen.
Für den weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur setzen wir uns für ein Konzept beziehungsweise einen Kriterienkatalog für Anbieter ein.

Wasserstoff sinnvoll einsetzen

Wir unterstützen die Produktion von grünem Wasserstoff.
Wasserstoff sollte dort eingesetzt werden, wo er wirklich benötigt wird – beispielsweise in der Industrie oder gegebenenfalls im Schwerlastverkehr. Für das Heizen oder den Einsatz in Pkw sehen wir ihn dagegen nicht als geeignete Lösung.
Außerdem ist uns eine realistische Information der Verbraucher*innen über die Verfügbarkeit und die Einsatzmöglichkeiten von Wasserstoff wichtig.

Kommunalen Fuhrpark umstellen

Bei Neubeschaffungen möchten wir den kommunalen Fuhrpark schrittweise auf Elektrofahrzeuge umstellen.
Dabei sollen insbesondere kommunale Nutzfahrzeuge berücksichtigt werden.

Klarheit bei der Wärmewende schaffen

Die Wärmewende braucht Transparenz und Planungssicherheit. Bürger*innen müssen frühzeitig wissen, welche Möglichkeiten für ihre Gebäude bestehen.
Deshalb setzen wir uns dafür ein, transparent darzustellen, wo Wärmenetze sinnvoll und wirtschaftlich sind und wo andere Lösungen besser geeignet sind.
Außerdem möchten wir bürgerfreundliche Informationen zur zukünftigen Wärmeversorgung bereitstellen und über die zukünftigen Kosten fossiler Heizungen informieren.

Atomkraft

Wir sprechen uns gegen eine Rückkehr zur Atomkraft aus.
Auch Small Modular Reactors (SMR) sehen wir kritisch. Das Endlagerproblem ist weiterhin ungelöst, und wir möchten die wirtschaftlichen Risiken der Atomkraft deutlich benennen.
Darüber hinaus befürworten wir eine Beteiligung Russlands an der Produktion in Lingen ausdrücklich nicht.

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