
25.08.26 –
In den letzten Jahren mussten wir uns von etlichen Mitstreiterinnen und Mitstreitern der ersten Stunde der Grünen im Emsland verabschieden. Nun ist in der vergangenen Woche Angela Kröger im Alter von 92 Jahren gestorben.
Von Anfang an war sie in der Anti-Atom-Bewegung aktiv. Sie war Mitglied in der „Elterninitiative Restrisiko“ und seit 1991 einunddreißig Jahre lang stellvertretende Vorsitzende.
Sie war Vorsitzende des Grünen-Ortsverbandes Emsbüren. Für ihren Bundestagswahlkampf 1998 kaufte sie einen VW-Bus, bemalte ihn mit Sonnenblumen und fuhr damit von Ort zu Ort durch das Emsland. Mit dem CDU-Kandidaten Hermann Kues stritt sie auf dem Podium für die grüne Sache.
Zum Niedersachsentag in Lingen 1987 schuf sie ein Plakat mit dem Text: „Nicht Bomben, nicht Atom! Nutzt Wind und Sonne für den Strom“. Damit kam die Anti-Atom-Kundgebung in die Medien.
Gerd Otten, ein langjähriger Mitstreiter von Angela, erinnert sich: „Sie hatte nie Angst, weder vor den Repräsentantinnen und Repräsentanten des Staates noch vor der Polizei. Sie hat jede Art des Widerstands genutzt, um gegen die Atomkraft zu arbeiten. Ich war mit ihr in Gorleben, in Hanau, in Salzgitter im Bundesamt für Strahlenschutz bei König und bei vielen anderen Gelegenheiten. Bei der Blockade der Eisenbahn von Emden nach Rheine gegen die Lagerung der radioaktiv verseuchten Molke in Lingen nach der Katastrophe in Tschernobyl stand sie vorne in der ersten Reihe. Ich habe gerne mit ihr zusammen gearbeitet.“
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