GRÜNE JUGEND macht Druck für mehr Klimaschutz

Die Menschen, die am Freitagnachmittag den Lingener Marktplatz besucht haben, stießen auf ein ungewohntes Bild: Ein kleiner Strand inmitten von Cafes und historischem Rathaus? Doch was zunächst nach einer
willkommenen Oase klingt, hat einen ernsten Hintergrund. Die Aktion der GRÜNEN JUGEND Grafschaft Bentheim/Emsland will auf die Folgen der Klimakrise und insbesondere den drohenden Meeresspiegelanstieg
aufmerksam machen. „Wir haben bewusst ein Format gewählt, das auffällt und zu Gesprächen in einer lockeren Atmosphäre einlädt, aber einem auch die Folgen der Klimakatastrophe bildlich vor Augen führt.”, so der Sprecher der örtlichen GRÜNEN JUGEND, Kevin Momann, und weiter: „Ich glaube, wir bleiben so noch etwas in den Köpfen der Menschen." Eine Infotafel klärte Passantinnen und Passanten derweil über verschiedene Szenarien auf, die laut dem neuen Sachstandsbericht des Weltklimarats (IPCC) möglich und wahrscheinlich sind. Dazu erklärte Nina Nakonetzki, ebenfalls Mitglied der GRÜNEN JUGEND: „Machen wir weiter wie bisher, wird ein Meeresspiegelanstieg von etwa 70cm bis zum Jahr 2100 erwartet. Das klingt nicht viel, aber für viele Länder, die sich keine teuren Abwehrmaßnahmen leisten können, geht es da ums Überleben. Auch Stürme können hierdurch in Küstennähe zu einer noch größeren Gefahr werden.” Unter den jungen Grünen hat sich auch der diesjährige Landtagskandidat für den Wahlkreis Lingen, Jeremy Zgrzebski, versammelt. Er machte vor allem auf die politischen Herausforderungen aufmerksam: „Viele junge Menschen machen sich Sorgen und das muss die Politik zu konkreten Handlungen drängen. Wir brauchen endlich Solaranlagen auf jedem Dach, aber auch die Fläche über Landstraßen und Parkplätzen kann genutzt werden. Außerdem ist Niedersachsen Windland, auch hier braucht es ehrgeizigere Planungen." Dafür sei zudem ein neues Landesklimaschutzgesetz notwendig, meint Zgrzebski: „Die Konservativen bremsen die ohnehin planlose GroKo dabei noch weiter aus. Zum Glück gibt es für den Klimaschutz nun aber Druck aus Berlin." Eine Wiederholung der Aktion ist laut den Initiatoren nicht ausgeschlossen. Ein Strand in Lingen könnte also bald wieder Realität werden.

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Jugend Umwelt & Klima

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