14.09.26 –
Bei der Kommunalwahl am 13. September 2026 haben die Wähler:innen im Emsland grüne Mandate im Kreistag, in Stadt- und Gemeinderäten sowie in den Ortsräten bestätigt. In Salzbergen sind wir zum ersten Mal überhaupt mit einer eigenen Liste angetreten – und direkt mit zwei Sitzen in den Gemeinderat eingezogen.
Zuallererst: Danke. Danke an alle, die uns ihre Stimme gegeben haben. Danke an alle, die plakatiert, Flyer verteilt, an Infoständen gestanden, Veranstaltungen organisiert und für uns geworben haben. Und Danke an die Kandidat:innen, die auf unserer Kreisliste angetreten sind, sowie an alle, die in den Städten, Gemeinden und Ortsteilen für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN kandidiert haben. Eine Kandidatur ist in unserer Region kein Selbstläufer. Dass so viele Menschen diesen Schritt gegangen sind, ist für sich schon ein Erfolg.
Bei der Kreistagswahl erreichen wir 8,07 Prozent und damit fünf Sitze im neuen emsländischen Kreistag. Wir haben uns besser gehalten als der Landesdurchschnitt, und das bei einer spürbar gestiegenen Wahlbeteiligung von 65,22 Prozent.
Bei der Landratswahl kam unser Kandidat Christian Engelken auf 15.781 Stimmen und 9,03 Prozent. Damit lag er vor dem Kandidaten der FDP und über dem Ergebnis unserer Kreisliste. Herzlichen Glückwunsch an Marc-André Burgdorf zur Wiederwahl. Wir werden im Kreistag konstruktiv, aber auch kritisch mitarbeiten.
Kreistag Emsland
Stadtrat Lingen (Ems) – fünf Sitze
Ortsräte in Lingen
Gemeinde Salzbergen – zwei Sitze
Gemeinde Emsbüren
Samtgemeinde Freren
Samtgemeinde Lengerich
Allen Gewählten herzlichen Glückwunsch!
Salzbergen: Zum ersten Mal in der Geschichte der Gemeinde standen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN mit einer eigenen Liste auf dem Stimmzettel. Das Ergebnis: 10,44 Prozent und zwei von 20 Sitzen. Klaus Gödde holte mit 347 Stimmen ein starkes persönliches Votum.
Freren: Bendix Hüsing trat gegen den CDU-Kandidaten für das Amt des Samtgemeindebürgermeisters an und erreichte 18,07 Prozent. Eine Zahl, die Mut macht: Es gibt im ländlichen Emsland deutlich mehr Menschen, die für grüne Politik zu gewinnen sind, als unsere bisherigen Ergebnisse vermuten lassen.
Schepsdorf: Im Lingener Ortsteil sind wir mit 16,73 Prozent zweitstärkste Kraft geworden, vor SPD, FDP und BürgerNahen. Es ist unser bestes Ergebnis in einem der Räte, des gesamten Wahlabends.
Bei aller Freude über die eigenen Erfolge: Das Ergebnis der AfD ist alarmierend. Sie kommt bei der Kreiswahl auf 13,75 Prozent und neun Sitze, nach 3,15 Prozent und zwei Sitzen im Jahr 2021. Damit ist sie im neuen Kreistag drittstärkste Kraft und stärker als wir. In der Stadt Freren erreichte sie 17,38 Prozent, in Lingen zog sie aus dem Stand mit 10,24 Prozent und vier Sitzen in den Stadtrat ein.
Die AfD ist keine normale Partei, seit Februar 2026 wird sie vom niedersächsischen Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. Diese Partei ist in Zukunft stärker vertreten und entscheidet mit über Kitaplätze, Radwege, Feuerwehren, Pflege und mehr. Für uns ist klar, dass es keinerlei Zusammenarbeit mit solchen Parteien geben darf.
Wir gehen mit einem realistischen Blick in die neue Wahlperiode. Fünf Sitze im Kreistag sind weniger als zuvor, und in einigen Kommunen konnten wir mangels Kandidat:innen gar nicht erst antreten. Dennoch zeigen die Ergebnisse, dass grüne Politik im Emsland gebraucht wird und Rückhalt hat. Wo wir mit Gesichtern, Themen und Präsenz vor Ort antreten, wählen uns die Menschen.
Genau so wollen wir weitermachen. Unsere Gewählten werden in den kommenden fünf Jahren für das arbeiten, wofür wir angetreten sind: eine grünere und sozialere Zukunft. Sachlich, verlässlich und für alle ansprechbar.
Das Emsland ist grüner, als viele denken. Machen wir gemeinsam mehr daraus.
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