Grüne unterstützen einen behutsamen Ausbau der Windenergie

Emsland – Nach Ansicht der Grünen wird die Windenergie einen wichtigen Beitrag zur Energiewende in Deutschland leisten. "Wir können froh sein, dass die in Deutschland installierten Windenergieanlagen 2011 etwa 46,5 Milliarden Kilowattstunden sauberen Strom produzierten und damit 7,6 Prozent des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland deckt. Damit liefern die Windkraft-anlagen den größten Beitrag zur Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien", erklärte Geschäftsführer Wilhelm Wilberts von der AgRo& WEA Projekt GmbH & Co. KG (Twist) vor der Kreistagsfraktion der Grünen.

Das Potenzial der Windenergie sei – auch an Land - noch nicht ausgeschöpft. Vor allem der Austausch älterer Anlagen durch moderne, leistungsfähigere ("Repowering") und die Ausweisung weiterer Standorte bieten Perspektiven für den weiteren Ausbau. "Wir müssen aber bei dem Ausbau behutsam vorgehen und müssen die Belange des Natur- und Umweltschutzes unbedingt beachten", mahnte der grüne Kreistagsabgeordnete Carsten Keetz (Meppen). Diesen Standpunkt unterstützen auch Wilhelm Wilberts und Hermann Fehrmann (Haren), die den Grünen eine der neusten Windkraftanlage im Emsland, eine E 101 der Firma Enercon in Lengerich zeigten. "Die E 101 wird seit 2011 hergestellt, es handelt sich um eine neu entwickelte Binnenlandanlage der 3-MW-Klasse, bei der die Leistung gegenüber dem Vorgängermodell (E-82) sowohl bezüglich der Rotorfläche als auch bezüglich des Ertrags um rund 50 % gesteigert werden konnte", erläuterte Hermann Fehrmann. Seine Firma habe in den vergangenen 20 Jahren viele Windkraftprojekte realisiert. "Wir haben sehr gute Erfahrungen mit unserem Konzept des Bürgerwindparks gemacht, bei dem wir die Landwirte und die Bürgerinnen und Bürger der Region mitgenommen und an unseren Gesellschaften beteiligt haben. So haben wir nicht nur das realisiert, was vielfach gefordert wurde, nämlich die Stromproduktion auch in die Hand der Bürgerinnen und Bürger abzugeben, sondern auch Arbeitsplätze in der Region und Gewerbesteuern in den Kommunen zu regenerieren", erklärte Geschäftsführer Wilberts nicht ohne Stolz.

Er verwies auch darauf, dass verschiedene Gemeinden wie Haren, Lengerich oder andere bereits in den letzten Jahren weitere Windkraftanlagen genehmigt hätten bzw. in der Planung sind. "Wir Grüne im Emsland gehen davon aus, dass innerhalb des nächsten Jahres auch durch eine veränderte Raumordnungsplanung der eine oder andere Standort dazu kommen wird. Es geht aber um einen behutsamen Weiterbau, der in enger Absprache mit den Kommunen und dem Naturschutz erfolgen muss. Dabei müssen jedoch ggf. auch alte Richtlinien, z. B. für Abstände, auf den Prüfstand ", betonte der stellvertretene Fraktionsvorsitzende Michael Fuest (Lingen).

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