Grüne: Keine Plakatwerbung in der Vorweihnachtszeit

Landtagskandidaten regen Abkommen der emsländischen Parteien

Der neue Niedersächsische Landtag wird am 27. Januar 2008 gewählt - gut vier Wochen nach Weihnachten. Damit droht auch im Emsland, dass die diesjährige Weihnachtsdekoration in den Städten und Gemeinden nicht nur aus Nadelhölzern und Lichterketten besteht, sondern auch aus den Werbeplakaten der zur Landtagswahl antretenden Parteien.

Bündnis 90/Die Grünen regen daher an, dass sich die im Emsland vertretenen Parteien frühzeitig auf ein Wahlkampfabkommen verständigen, welches die öffentliche Plakatierung in der Vorweihnachtszeit verhindert. "Es wäre gut, wenn wir uns gemeinsam darauf einigen könnten, Plakate nicht vor dem 2. Januar zu kleben", so Bernward Rümpker, bündnisgrüner Landtagskandidat aus Meppen. Die Parteien hätten dann immer noch über drei Wochen Gelegenheit zur öffentlichen Wahlwerbung, so Rümpker.

Unabhängig vom Landtagswahltermin 2008 spricht sich auch die Lingener Landtagskandidatin Birgit Kemmer, für eine Begrenzung des Plakatwahlkampfs aus. "Die niedrige Wahlbeteiligung bei den Kommunalwahlen 2006 hat gezeigt, dass ein höherer Werbeaufwand der Parteien nicht zwangsläufig zu mehr Interesse an der Wahl führt", stellt Birgit Kemmer fest. Die öffentliche Omnipräsenz der politischen Werbebotschaften vor Wahlen schrecke offensichtlich mehr ab als das sie zu höherer Wahlbeteiligung führe.

Auch Nikolaus Schütte zur Wick, grüner Landtagskandidat in Papenburg, hofft, dass der Vorschlag für ein Wahlkampfabkommen bei den Mitbewerbern auf Zustimmung stößt. "Jenseits aller politischen Meinungsunterschiede wären die Parteien im Emsland gut beraten, sich innerhalb der Vorweihnachtszeit ein Stück zurück zu nehmen", so Schütte zur Wick abschießend.

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